Ein Hacker aus dem Rheinland beobachtete Kinder in ihren Kinderzimmern durch einen Trojaner. Dabei wurden 150 Mädchen über die Webcam ausspioniert.
Thomas Floß vom Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) hält Vorträge, um Kindern und Jugendlichen das Thema Datenschutz näher zu bringen.
Bei einem Vortrag erzählten zwei Kinder, dass die Webcamkontrolllampe nicht mehr ausgehe. Eines der Kinder stellte dem IT-Berater den Computer zur Verfügung. Thomas Floß untersuchte
den Rechner und fand dabei heraus, dass ein Hacker mit Hilfe eines Trojaners in den PC eingedrungen war.
Der Trojaner soll mit dem Chatprogramm ICQ verschickt worden sein und wurde als Bildschirmschoner getarnt. Wer diesen Bildschirmschoner öffnete, erlaubte dem Angreifer auf den Computer
zuzugreifen und auch die Webcam zu nutzen.
Der IT-Berater fand heraus dass, der Hacker aus der Region Aachen zugeschlagen hatte und erstattete bei der Staatsanwaltschaft Anzeige. Bei der Festnahme des 43-jährigen Täters liefen
mehrere Videofeeds aus verschiedenen Kinderzimmern. Der Täter spionierte besonders Mädchen über die Webcam aus.
Auch in den US wurde vor wenigen Wochen ein ähnlicher Fall aufgedeckt. Dort hatte ein Hacker mit einem Schadprogamm auf Festplatten und Webcams junger Frauen zugegriffen und sammelte
Nacktbilder und –videos. Weiterhin drohte er den Frauen, er würde die Bilder veröffentlichen, wenn sie ihm keine weiteren senden. Auch in diesem Fall wurde der Trojaner über
ein Chatprogramm verteilt.
Quelle: netzwelt.de
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