Der digitale Musikmarkt konnte im vergangenen Jahr eine weitere Zunahme verbuchen und den damit verbundenen Expansionskurs fortsetzen. Der Umsatz stieg 2011 um knapp 4 Milliarden Euro. Erhoben
wurde diese Zahl vom „Digital Music Report 2012“ und von der „International Federation of the Phonographic Industry (IFPI)“ in London veröffentlicht. Im zurückliegenden Jahr konnte sich das legale
Musikangebot, welches bisher nur in 23 empfangen werden konnte, auf insgesamt 58 Staaten erhöhen. Diese Vervielfachung war aufgrund der Dienste wie iTunes, Spotify oder Deezer möglich.
Dennoch ist nicht alles Gold was glänzt, denn diese Werte könnten noch besser sein, wenn die andauernde, illegale Piraterie im Netz nicht wäre. Trotz einiger verschärften Maßnahmen zur Eindämmung
der Internet-Piraterie, hatte die Musikindustrie auch im vergangen Jahr große Probleme damit das illegale Down- und Uploaden von Musiktiteln in den Griff zu bekommen, denn mehr als ein Viertel der
weltweiten User besuchen regelmäßig illegale Websites. Frankreich geht bereits mit einem positiven Beispiel voran, welches nachweislich die Nutzung legaler Musik fördert, denn die Franzosen
gründeten 2009 eine Behörde, die gegen Urheberrechtsverletzungen im Internet vorgeht und das mit Erfolg. Die USA hat bereits signalisiert demnächst ebenfalls ein Gesetz auf den Weg zu bringen, um
die Nutzung illegaler Musikmedien einzudämmen.
Internet-Piraterie hin oder her, das Medium Internet ist für die gesamte Musikindustrie wichtig, denn laut Edgar Berger (President & CEO International von Sony Music) gebe es keinerlei
zeitliche und räumliche Begrenzungen. Ebenso sei die positive Erhöhung der Interaktivität zwischen Künstlern und Konsumenten auf das Internet zurückzuführen.
written by: Ir0n
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