Eine Umfrage im Rahmen des "Safer Internet Day" ergab: 82% der Bundesbürger fühlen sich von den App-Anbietern nicht ausreichend über ihren Datenschutz bzw. ihre Verwendung der Daten aufgeklärt. Da 26% der Bevölkerung ein Smartphone benutzen, ist diese Zahl nicht zu unterschätzen. Genauso verhält es sich auch mit der Ortungsfähigkeit von modernen Mobiltelefonen. 36 Prozent aller Befragten stört es, dass sie immer und überall lokalisierbar sind.
Verbraucherschutzministerin Aigner appellierte an die Hersteller, schon ihrerseits die Geräte datenschutzfreundlicher und für den Endkunden sicherer zu machen. Obwohl auf den Geräten weitaus mehr persönliche Informationen abgelegt sind als auf stationären Telefonen, sind deren Sicherheitsvorkehrungen um ein vielfaches höher. Zum Beispiel rät sie, "Online-Banking" nicht vom Smartphone aus, sondern wenn überhaupt, von einem Tischrechner oder Laptop aus zu tätigen. Smartphones bieten noch keinen ausreichenden Verschlüsselungsschutz für Daten mit einer solchen Wichtigkeitsstufe. Weiterhin möchte die Verbraucherschutzministerin mehr Einwilligungsprozesse der Datenverwender gegenüber den Benutzern durchsetzen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Einzelne genau Bescheid weiß, wie mit seinen Daten verfahren wird, damit soll mehr Transparenz im Internet geschaffen werden.
Aigner stimmte am Ende der Konferenz deutlich für eine "EU-Datenschutzverordnung", womit der Datenschutz in allen Ländern vereinheitlicht wird und man bessere und klarere Gesetze zum Datenschutz und zur Datenverarbeitung beschließen kann. Bitkom-Chef "Kempf" kritisierte die Idee mit der Begründung, "dass jeder Schritt der Datenverarbeitung zustimmungspflichtig wird". Am Tag der Internetsicherheit, der in diesem Jahr zum neunten Mal ausgerufen wurde, geht es vor allem um den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet.
written by: Honigkuchen
Quelle: heise.de
Bild: © pixelio.de
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